Kreuz

Das Ende ist nah!

11. November 2018

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Mitglied des Kirchenvorstands gehört es auch zu meinen Aufgaben, regelmäßig die Gemeinde  im Gottesdienst zu begrüßen. Im Folgenden lesen Sie eine leicht veränderte Variante meiner Begrüßung vom 11. November 2018.


Kennen Sie diese Weltuntergangsprediger, die Ihnen in der Fußgängerzone entgegenrufen „Das Ende ist nah!“?

Nun, heute darf auch ich Ihnen mal zurufen:  „Das Ende ist nah!“ Dabei meine ich nicht das Ende des Tages, obwohl dieses mit Sicherheit eines der am nächsten liegenden Enden ist.

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Taube

Beruflich durfte ich mich bereits jetzt mit der Jahreslosung 2019 auseinandersetzen:

Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15b

Konkret musste ich ein Foto finden, welches die Jahreslosung gut und stimmig in einem bestimmten Kontext begleiten kann. Während der Recherche fiel mir auf, dass die Jahreslosung drei Schwerpunkte beinhaltet, obwohl sie nur aus sechs Wörtern besteht.

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Umzugskarton

Noah und die Umzugskartons

24. September 2018

An unserem elften Hochzeitstag wurde unsere Wohnung leergeräumt. Es waren aber nicht Einbrecher, die unser Hab und Gut heimlich, still und leise davontrugen. Stattdessen luden Freunde, Bekannte und Verwandte Bücher-Kisten, Wäsche-Säcke, Regale, Matratzen und vieles mehr in Autos und sorgten auch gleich dafür, dass diese keine fünf Fahrminuten entfernt wieder ausgeladen und in unserem neuen Haus in die richtigen Räume getragen wurden.

Als wir am Abend mit unseren drei Söhnen müde aber glücklich am neuen Küchentisch beim Abendbrot saßen, betete der Sechsjährige: „Danke, lieber Gott, für das Essen und danke, dass wir umziehen können.“

Ich musste erst schmunzeln über diesen versteckten Hinweis, dass er sich sehr über sein neues Zimmer und den kleinen, aber ausreichend großen Garten freute. Aber dann musste ich ihm auch recht geben: Wie gut, dass wir umziehen können.

Viele Menschen können sich einen Umzug womöglich gar nicht leisten. Und wieder andere müssen umziehen, weil zum Beispiel ihre Arbeitsstelle das erfordert. Wir hingegen haben uns diesen Umzug selbst ausgesucht, das Ziel bestimmt und konnten ihn selbst durchführen.

Während der Transporter beim Umzug immer wieder gefüllt und geleert wurde, musste ich daran denken, wie sich wohl Noah gefühlt hatte, als sich sein „Umzugsfahrzeug“, die Arche, nach und nach füllte. Noah zog ja nicht ganz freiwillig um, denn Gott wollte alles Leben auf der Erde vernichten. Nur Noah, seine Familie und von jedem Tier ein Paar sollten überleben.

Während die Bibel teilweise recht detailliert beschreibt, was alles in die Arche hineinkam, werden andere Punkte verschwiegen. Klar, Vorräte mussten mit, und auch die ganzen Tiere sollten an Bord kommen. Aber wie sah es mit Noahs Habseligkeiten aus? Hat Noah auch ein paar Tage lang Umzugskartons gepackt? Ihm wird ja bewusst gewesen sein, dass er sein gesamtes Hab und Gut nicht wiedersehen würde, wenn er es nicht mit auf das Schiff nähme.

Noah wird auf Gott vertraut haben. Wenn Gott Noah und seine Familie nicht in der Sintflut ertrinken ließ, dann wird er auch dafür gesorgt haben, dass es Noah nach der Sintflut nicht schlechter ging als zuvor.

Ich finde, mit dieser Gewissheit lebt es sich auch heutzutage sehr gut. Gott sorgt für uns und wenn wir darauf vertrauen, wird es uns an nichts fehlen – egal wie viel Regen auf unser Leben fällt oder wie viele Umzugskartons wir packen müssen.


Dieser Artikel erschien zuerst im Magazin „miteinander.leben“ der Diakonie Himmelsthür, Ausgabe September 2018.

Tankstelle

Gratis Tanken

27. Mai 2018

Wer wie ich viel mit dem Auto unterwegs ist, würde am liebsten ohne den regelmäßigen Halt an einer der über 14.000 deutschen Tankstellen auskommen. Die Preise für Kraftstoff steigen unaufhörlich und man ist ja schon beruhigt, wenn man abends nicht den Preis bezahlen muss, den man morgens noch im Vorbeifahren gesehen hat.

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Schafherde

Früher bin ich viel mit dem Fahrrad zu meiner damaligen Arbeitsstelle gefahren. Der Weg führte größtenteils an grünen Wiesen, gold-gelben Feldern, plätschernden Bächen und ruhigen Seen vorbei. Teilweise war ich auf holprigen Feldwegen unterwegs, dann wieder auf viel befahrenen Landstraßen. Ich sah allerlei Tiere: grasende Pferde und flüchtende Rehe, imposante Greifvögel und vorlaute Spatzen, bedächtige Reiher und manchmal sogar einen wahnsinnig flinken, kleinen Eisvogel mit seinem strahlend blauen Federkleid.

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Porto

Veränderungen

26. September 2016

Wenn wir ehrlich sind, geht es uns allen so: Wir alle mögen keine Veränderungen. Veränderungen verkomplizieren das Leben nur unnötig. Sie sorgen dafür, dass wir uns mit sonst gewohnten Handlungen viel länger aufhalten als üblich. Und dass wir manchmal auch einfach nicht weiterwissen.

Wie zum Beispiel der Absender des abgebildeten Briefs: Die diversen Portoerhöhungen der letzten Jahre und die daraus resultierenden Rest-Marken-Bestände haben vermutlich dafür gesorgt, dass er mehrere Minuten nur mit dem Berechnen der Portohöhe und dem Kleben der Briefmarken beschäftigt war.

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