Staubsauger

Sauber

08. Mai 2019

Wir haben einen neuen Mitbewohner. Er ist 30cm lang, 30cm breit, 8cm hoch und kein ungewöhnlich kleiner, quadratischer Dackel, sondern ein Saugroboter. In Anlehnung an einen äußerst charmanten, hilfsbereiten Hauselfen aus dem Harry-Potter-Universum haben wir ihn „Dobby“ getauft. Dobby macht das, was wir viel zu selten machen: sauber. Und wie bei Harry Potter würde unser Dobby nach dem Überreichen einer Socke vermutlich sofort ausziehen – aber vermutlich in den Elektroschrott, denn mit einem so großen Gegenstand käme er einfach nicht klar.

Dobby wacht jeden Morgen selbstständig auf und verrichtet meist klaglos seinen täglichen Dienst. Er rollt dabei, seinem ganz eigenen, recht chaotischen System folgend, saugend durch unser Erdgeschoss und sorgt dafür, dass alle Fußböden krümel- und staubfrei werden. Er nimmt uns damit tatsächlich einiges an Arbeit ab. Und ungefähr einmal pro Woche tragen wir ihn zum Dank auch in die oberen Stockwerke, damit er dort auch mal für reinliche Böden sorgen kann.

Die Kellertreppe erkennt Dobby (fast) immer und ignoriert, dass man dort unten auch mal sauber machen könnte. Einmal hat er auch im Keller nach Dreck und Unrat suchen wollen, was ihm aber ein paar Schrammen und vermutliche eine recht holprige Erfahrung auf der Treppe eingebracht hat.

Während Dobby täglich bei uns zu Hause für Ordnung sorgt, stellt sich ja die Frage: Machen wir in unserem Leben eigentlich auch regelmäßig sauber?

Ich persönlich mache mit Sicherheit nicht alles immer richtig. Ich lüge, verletze andere Menschen mit meinem Verhalten und stelle Gott bestimmt nicht immer in den Mittelpunkt all meinen Handelns. Natürlich mache ich diese Dinge (meistens) nicht bewusst. Aber schnell rutscht einem mal eine nicht ganz korrekte Antwort raus, reagiert man anders, als es dem Gegenüber vielleicht gut getan hätte oder vergisst im stressigen Alltag einfach mal, Gott in diesem Alltag mitzunehmen.

Bei all diesen Situationen hilft es, um Vergebung zu bitten. Wer sich einmal getraut hat, aufrichtig für ein falsches Verhalten um Entschuldigung zu bitten, weiß vielleicht, wie gut sich das anfühlt. Wenn dann der Gegenüber auch noch vergibt, ist das ein großes, erfüllendes Glücksgefühl.

Gott, vergibt uns jederzeit gern, wenn wir ehrlich zu ihm kommen. Er tut dies, weil er uns liebt und weil sein Sohn, Jesus Christus, bereits für unser Fehlverhalten bestraft wurde. Jesus hat bereits sauber gemacht, bevor wir überhaupt dazu kommen, etwas durch unser Verhalten schmutzig zu machen. Und wenn unser Leben doch mal schmutzig wird, dann beseitigt er diesen Dreck, wenn wir ihn darum bitten.

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Titelbild: © Michal Jarmoluk / Pixabay.com

Sebastian

Über Sebastian bzw. "Ich über mich":

Seit 2007 schreibe ich an diesem Blog - mal mehr, mal weniger konsequent. Ich bin Christ, Familienvater (1 Frau, 3 Söhne) und mache beruflich "irgendwas mit Medien" im sozialen Bereich.

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