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Immer mit der Ruhe

Schon seit meiner Kindheit stehe ich auf Bühnen und singe bzw. spreche vor Menschen. Mal im Chor, mal als Solist, immer mal wieder als Chorleiter und immer häufiger auch als Moderator und Sprecher. Aufregung oder Lampenfieber verspüre ich dabei äußerst selten. Ich freue mich jedes Mal darauf, auf der Bühne zu stehen. Darauf, dass sich Menschen für das interessieren, was ich so von mir geben werde. Die spannende Frage war für mich nun, ob es bei der Aufführung meines Musicals irgendwie anders sein würde.

Kurz vor der Aufführung standen aber erst einmal die letzten Proben an. Den Abschluss bildete eine öffentliche Generalprobe mit 80 Zuschauern. Die Anwesenheit von Zuschauern hatte vor allem zwei positive Effekte: Die Akustik war realistischer und die Kinder bekamen ein besseres Gefühl dafür, vor Publikum zu spielen. Außerdem wurde allen so ein wenig die Aufregung genommen, wenn dann an Heiligabend die eigentliche Aufführung anstand. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Ein nahezu fehlerfreier Durchlauf sorgte für zufriedene Gesichter bei allen Beteiligten.

Um die letzten Unsicherheiten bei den Darstellern zu eliminieren folgte noch eine zusätzliche Probe. Und so übten wir unter anderem das schöne Wort „Messias“, welches zwischenzeitlich „Messi-As“ ausgesprochen wurde.

Die Aufführung selbst habe ich dann selbst teilweise vergeigt: Mehrere zu früh gegebene Einsätze sorgten dafür, dass Band und Chor irgendwie nicht so zusammen wirkten, wie es eigentlich gedacht war. War da doch ein Funken Aufregung bei mir, der zu diesen Unachtsamkeiten führte? Vermutlich war es eher der Fluch der guten Generalprobe. Denn ich selbst war völlig entspannt und hatte Spaß an der Aufführung.

Was bleibt?

Zwei Wochen später bin ich noch immer glücklich darüber, dass ein Produkt meiner Gehirnwindungen ein so positives Echo ausgelöst hat. Ich hatte ein Jahr voller Spaß, Stress und Erfolgserlebnissen mit nur einem einzigen Projekt.

Würde ich alles noch einmal genau so schreiben? Vermutlich nicht. Denn hinterher ist man immer klüger und mir sind während der Proben mit den Kindern und der Band immer wieder Dinge aufgefallen, die man hätte anders machen können. Aber wer weiß: Vielleicht entsteht ja irgendwann noch einmal ein neues Musical, bei dem ich dann all diese Dinge berücksichtigen kann. Ideen dazu hätte ich zumindest.


In dieser Reihe berichte ich vom Entstehen des Weihnachtsmusicals „Auf dem Weg zum Stall“ – von der ersten Idee bis hin zur Uraufführung. Weitere Informationen zu dem Musical finden sich auch unter www.felsenmusik.de.

Veröffentlicht in Auf dem Weg zum Stall

Titelbild: © Sebastian Stein

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