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Missverständnisse mit Rabatt

Wenn es ein Handbuch der Missverständnisse geben würde, wäre es vermutlich sehr dick. Oder sehr dünn, wenn der Autor missverstanden hätte, über was er schreiben sollte. Manche Dinge klären sich schnell wieder auf, manche eher langsam. Und natürlich ist das weite Feld der Missverständnisse ein dankbares Thema für einen unterhaltsamen Blog.

Ich habe zum Beispiel einmal darüber geschrieben, dass sich meine Frau einen Künstlernamen falsch gemerkt hatte und damit unangenehme Gefühle bei mehreren Familienmitgliedern auslöste. Ein anderes Mal habe ich über missverständliche Abkürzungen geschrieben, die man in der Werbung vielleicht lieber nicht einsetzen sollte.

Da ich täglich viel mit dem Auto unterwegs bin, höre ich auch viel Radio und damit auch einiges an Werbung. Es gibt gute, einprägsame Werbespots, die länger haften bleiben. Und es gibt die, bei denen der Inhalt sofort wieder vergessen ist. Werbespots, an die ich mich gerne erinnere, sind zum Beispiel die folgenden:

Neulich war ich auf dem Weg nach Hause, als wieder einmal ein Werbeblock kam. Es kam ein Spot, in welchem ein alternder Popstar für irgendeine Rabatt-Aktion in irgendeinem Möbelgeschäft Werbung gemacht wurde. Und dann fielen folgende Worte: „Zum Beispiel ein Cyborg für nur 99,99 Euro!“

Picard im Kaufrausch

Plötzlich war ich aufmerksam. Die verkauften Cyborgs? In Gedanken sah ich bereits Jean-Luc Picard mit einem großen Einkaufswagen voller Borgs durch besagtes Möbelgeschäft eilen, um den gesamten Einkauf dann direkt in einer großen Schrottpresse sachgerecht zu entsorgen. Anschließend hätte er vermutlich aus irgendeinem fadenscheinigen Grund ein Disziplinarverfahren über sich ergehen lassen müssen. Während der Verhandlung erscheint ein riesiger Borg-Schrottpressen-Mutanten, der droht, den gesamten Planeten Erde zu einen handlichen Würfel zu pressen. Die Enterprise-Crew kann in einem dramatischen Gefecht das Problem lösen und wehrt nebenbei noch einen Angriff der Klingonen ab. Am Ende wird Picard natürlich freigesprochen.

Während vor meinem geistigen Auge der Abspann ablief, dämmerte mir, dass ich irgendwas falsch verstanden haben könnte. Statt „Cyborg“ könnte eventuell doch eher „Sideboard“ gemeint gewesen sein. Zumindest würde letzteres eher zu einem Möbelgeschäft passen. Andererseits würde die Verbindung zwischen dem Popstar und einem Cyborg bestimmt zu irgendwelchen Verschwörungstheorien passen.

Faszinierend.

Veröffentlicht in Steinschlag

Titelbild: © FlashBuddy / Pixabay.com

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