Tankstelle

Gratis Tanken

27. Mai 2018

Wer wie ich viel mit dem Auto unterwegs ist, würde am liebsten ohne den regelmäßigen Halt an einer der über 14.000 deutschen Tankstellen auskommen. Die Preise für Kraftstoff steigen unaufhörlich und man ist ja schon beruhigt, wenn man abends nicht den Preis bezahlen muss, den man morgens noch im Vorbeifahren gesehen hat.

Heute ging es bei uns im Gottesdienst ums Tanken. Natürlich nicht direkt um die Betriebsmittel, welche die regelmäßig bewegten Kraftfahrzeuge benötigen, aber indirekt natürlich auch. Unser Pastor hatte dazu extra eine alte Zapfsäule mitten in die Kirche gestellt. Die sorgte zwar auch dafür, dass man ihn von einigen Plätzen aus nicht sehen konnte, aber so ist das ja manchmal auch im realen Leben: Man starrt die Zapfsäule an und hofft, dass der Preis wenigstens noch um einen Cent sinkt, bevor man die Pistole in den Tankstutzen rammt vorsichtig schiebt und von irgendwo her ertönt eine Stimme und erzählt einem etwas über Gott und die Welt. Gut, meistens ist es das Autoradio, aber kommen wir zurück zum Thema.

Irgendwann fielen die Worte: „Wer den Sohn des Tankstellenbesitzers kennt, der tankt umsonst.“

Nun ist es so, dass mein Großvater väterlicherseits in der zweiten Hälte des 20. Jahrhunderts eine Tankstelle betrieben hat. (Das obige Foto zeigt diese übrigens.) Wie es der Zufall will, kenne ich seinen Sohn ganz gut. Vielleicht sollte ich mit meinem Vater über dieses Gratis-Tanken-Konzept noch einmal reden. Das hätte er mir ja auch einfach mal früher erzählen können.

Auftanken bei Gott ist tatsächlich gratis: Im Gottesdienst, beim Bibellesen, im Kirchenchor, in der Kinderstunde, beim Beten usw. Wenn wir Zeit mit Gott verbringen, dann füllt er unseren Tank neu auf. Die Füllstandsanzeige muss niemals leer laufen. Es gibt quasi endlos Energie für das Leben. Dank dieses Wissens kann ich getrost mit einem gefüllten inneren, aber einem fast leeren Auto-Tank in die neue Woche starten. Und das ist super (oder E10 oder Diesel oder was auch immer Ihr Fahrzeug so verlangt).

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Titelbild: © privat

Sebastian

Über Sebastian bzw. "Ich über mich":

Seit 2007 schreibe ich an diesem Blog - mal mehr, mal weniger konsequent. Ich bin Christ, Familienvater (1 Frau, 3 Söhne) und mache beruflich "irgendwas mit Medien" im sozialen Bereich.

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