Burg

Die schützende Burg

06. Juni 2019

Waren Sie schon einmal auf einer Burg? So einer richtigen, alten Burg mit Wehrtürmen, Mauerzinnen, Schießscharten und einem Bergfried? Oder haben Sie sich schon mal ein Schloss mit all seinen unzähligen, prunkvollen Räumen und Gängen angesehen?

Bei der letzten Zählung aller Burgen, Schlösser, Festungen und Pfalzen in Niedersachsen durch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege im August 2018 wurden 1.397 Bauten gezählt. Die Chancen, sich so ein altes Gebäude oder zumindest eine Ruine mal anzusehen, stehen also gar nicht so schlecht.

Vor allem Burgen boten, als sie noch bewohnt und intakt waren, einen hohen Schutz vor Feinden. Nicht nur der Burgherr und seine Familie waren hinter den dicken Steinmauern, Palisadenzäunen und Gräben geschützt. Auch die Bediensteten und Soldaten waren bei einem Angriff erst einmal in Sicherheit und konnten von den Wällen und Türmen die Angreifer beobachten und abwehren.

Rund um Burgen und Schlösser entwickelten sich meist Dörfer, denn Handwerker und Bauern fanden in den Burgen Abnehmer ihrer Waren. Diese Orte waren aber meist ungeschützt bei Angriffen und so flüchteten sich die Menschen hinter die Mauern der Burg und hofften dort, dass ihre eigenen Gebäude vor der Burg nicht allzu sehr zerstört würden.

Auch in der Bibel wird Gott öfter als Burg bezeichnet:

Ich sage zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, ich vertraue auf ihn!

Psalm 91,2

Dahinter verbirgt sich die Erfahrung des Autors, dass er nur mit und bei Gott vor seinen Feinden geschützt ist.

Der Unterschied zwischen einer sichtbaren Burg in direkter Nachbarschaft und Gottes unsichtbarer Gegenwart ist, dass ich die Burg zwar sehen kann, sie mich so aber auch immer wieder an eine mögliche drohende Gefahr erinnert, bei der ich ihren Schutz benötigen könnte. Gottes Gegenwart hingegen kann man nur spüren und erfahren. Gott liebt uns und sucht selbst unsere Nähe. Er beschützt uns, zum Beispiel vor falschen Entscheidungen – vorausgesetzt, wir vertrauen ihm und bitten ihn im Gebet um Rat. Durch seinen Sohn Jesus Christus schenkt er uns zudem das ewige Leben – was um einiges besser ist, als in oder bei einer Burg zu leben.


Dieser Artikel erschien zuerst im Magazin „miteinander.leben“ der Diakonie Himmelsthür, Ausgabe Juni 2019.

Veröffentlicht in der Kategorie Glaubensimpulse. | Schlagwörter: , , ,

Titelbild: © lylanes / Pixabay.com

Sebastian

Über Sebastian bzw. "Ich über mich":

Seit 2007 schreibe ich an diesem Blog - mal mehr, mal weniger konsequent. Ich bin Christ, Familienvater (1 Frau, 3 Söhne) und mache beruflich "irgendwas mit Medien" im sozialen Bereich.

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